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Die Fritte, so chic

Marie-Laure Fréchet von Marie-Laure Fréchet, Autorin 08.08.2020
Fries on purple background

Alle Welt mag sie und sie werden auf allen Kontinenten gegessen. Weniger bekannt ist, dass die Fritten Teil des kulinarischen Erbes Frankreichs sind. Doch, doch ... 

Die Belgier nehmen für sich in Anspruch, sie erfunden zu haben, doch die Amerikaner tun ganz recht, wenn sie die Pommes als „French fries“ bezeichnen. Auf jeden Fall haben Fritten etwas für sich – mehr als 10 Milliarden Kilo davon werden weltweit jährlich gegessen, das sind 350 kg pro Sekunde! Der Boom des Burgers ist an dieser Begeisterung nicht ganz unbeteiligt. Die Fritte ist jedoch in Frankreich entstanden, am Ufer der Seine in Paris, zur Zeit der französischen Revolution. Umherziehende Händler verkauften den Passanten damals runde Kartoffelscheiben, die in einem Topf mit Fett frittiert wurden. Übrigens war es der Franzose Jean-Frédéric Kieffer, genannt Monsieur Fritz, der sie in Belgien bekannt machte, als er vor dem Theater in Lüttich einen Stand mit frittierten Kartoffeln eröffnete – mit dem bekannten Erfolg. Und sehr wahrscheinlich war er es, der aus praktischen Gründen die Idee hatte, sie in kleine Stangen zu schneiden.  

 

Auch in der gehobeneren Gastronomie 

Während man im Norden Frankreichs Pommes-Stände in Form von Foodtrucks findet, an denen man sich mit den Fingern eine Portion Pommes schmecken lässt, eröffnen in Paris Restaurants, die komplett auf Fritten spezialisiert sind, so zum Beispiel das (www.frite-pontneuf.com). Als ein weltweit beliebtes Essen par excellence zieht die Fritte in Frankreich auch in die gehobenere Gastronomie ein. Je nach Größe gibt es sie in verschiedenen Varianten: Pont-Neuf (größer geschnitten), „Strohkartoffeln“ (sehr dünn geschnitten) oder auch luftige und knusprige „Soufflée-Kartoffeln“, die das ganze Geschick des Kochs erfordern. 

 

Brezel
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Butter aus Charentes-Poitou AOP
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