Südlich von Bordeaux herrscht in den Weinbergen des Sauternais ein einzigartiges Klima, das im Herbst für die Entwicklung von Edelfäule besonders günstig ist. Diese bewirkt eine Konzentration von Zucker und Aromen in den reifen Trauben. Das Ergebnis? Erstklassige süße Weißweine. Allen voran der Chateau Yquem…
Das solltest du wissen
Kein anderer Weinberg des Anbaugebiets besitzt so viele Appellationen: Insgesamt 27, und das seit 1855! Seine Vorzüge verdankt der Sauternes einem einzigartigen Terroir und einem ebenso unvergleichlichen Know-how, die bereits 1939 mit einer eigenen AOC gewürdigt wurden.
Im Herbst führt das Zusammenfließen des kleinen, kühlen Flusses Ciron und der wärmeren Garonne zur Entstehung von Morgennebel. Die anschließende Sonneneinwirkung begünstigt die Entwicklung des Edelfäule-Pilzes Botrytis cinerea auf den bereits reifen Trauben der drei Rebsorten (Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle). Die Kunst besteht anschließend darin, die Beeren im fortgeschrittenen Reifegrad von Hand zu ernten und mehrmals zu sortieren, um nur die am meisten „botrytisierten“ Trauben zu bewahren. Diese werden dann langsam gepresst, der Most wird dekantiert, vergoren, ausgebaut, stabilisiert und schließlich auf Flaschen gezogen.
Eigenschaften
Geruch
Aussehen
Geschmack
Anmerkung der Redaktion
Verwendung
Lagerung
Sauternes besitzt ein außerordentliches Lagerpotenzial von mindestens 20 Jahren!
Passende Gänge
Aufgrund seines unglaublichen komplexen Charakters eignet sich Sauternes zu zahlreichen Anlässen: zu festlichen Vorspeisen, exotisch gewürztem Geflügel, Käse, Desserts, er kann sich aber auch auf einer Cocktailparty behaupten!
Dazu passt
Zu Foie gras, Entenbrust mit Zitrusfrüchten, Roquefort, Apfel- oder Rhabarberkuchen… Und warum nicht mal ein Glas Sauternes on the rocks mit Orangenzesten?